Das ganz normale Leben

Gerade habe ich ‚mal wieder festgestellt, dass ich diesen Blog ziemlich stiefmütterlich behandle.

Und dabei hatte ich doch im Teil Lebenserfahrung versprochen, über ganz alltägliche Dinge, Gefühle, Sorgen, Freuden, eben das Leben zu schreiben.

Und genau das tue ich ab sofort.

Heute: Das ganz normale Leben

Ich bin ein ziemlich „strebsamer“ Mensch. Habe vieles erreicht in meinem Leben. Aber manchmal will „ES“ einfach nicht so richtig gelingen. „ES“ – das Ziel? – das was ich mir vorgenommen habe? – das Leben?

In den letzten Jahren bin ich hellhöriger geworden. Bin ich auf dem richtigen Weg? Ist es das richtige Ziel? Ist es die richtige Art und Weise, ES zu erreichen? – im Leben voran zu kommen?

Als Kind wollte ich oft „mit dem Kopf durch die Wand“. Liebevolle Menschen in meinem Umfeld haben verhindert, dass ich all zu schlimme Beulen bekam.
Heute will ich immer noch … sagen wir ‚mal auf die andere Seite, also hinter die Wand gelangen. Natürlich kenne ich andere Möglichkeiten. Manchmal bin ich sehr kräftezehrende Wege gegangen. Weil ich zu ungestüm war, zu verbohrt in mein Ziel, zu Vieles auf einmal wollte …

Nun nutze ich mehr und mehr die Stimme, die von innen kommt. Wenn es ‚mal nicht recht vorwärts geht, halte ich inne. Denken Sie nicht, dass mir das leicht fällt. Lieber würde ich drauflos ackern, mehrere Veränderungen vielleicht sogar gleichzeitig anpacken. Aber ich zwinge mich in solchen Situationen, die Ruhe zu bewahren, auf die kleinen Hinweise am Wegrand zu achten, sie dankbar anzunehmen und zu nutzen.

Und manchmal habe ich schon richtig wertvolle Erkenntnisse aus einer vermeintlich „daneben gegangenen Sache“ oder „verfahrenen Kiste“ gewonnen.

Als ich die Ausbildung in Radionik bzw. im Pendeln hatte, kam ich zum ersten Mal mit dem Leitsatz „zum Wohle des Ganzen“ in Kontakt.
Wenn heute etwas nicht gelingt, stelle ich mir immer öfter die Frage: ist das, was ich mir da wünsche, wirklich zum Wohle des Ganzen? In moderner Coaching-Manier würde man fragen: Ist es eine win-win-Situation? Oder würde es, wenn ich rigide den Kurs verfolge, Verlierer geben?

Wenn ich also inne halte und mir solche Fragen stelle, ergeben sich manchmal völlig neue Wege, Lösungen und Möglichkeiten. Neue Aspekte bereichern das Angestrebte. Und somit kann eine erst unliebsame Niederlage oder Unannehmlichkeit seine ganz tief darin verborgene Botschaft frei geben.

Autor: Monika

Ausbildung in technischer Fachrichtung, langjährige Tätigkeit im Bereich Betriebswirtschaft; zuletzt Projektmanagement; verheiratet, 2 erwachsene Töchter; 3 Enkelkinder; Hypnose- und systemische Ausbildung seit 2006 am Institut für Klinische Hypnose in Zug/Schweiz; Hypnose-Praxis seit Sept.2007; angewandte Verfahren und Methoden: u.a. Timeline-Arbeit, Systemaufstellungen im Einzelsetting; Arbeitsschwerpunkte: Einzel-Sitzungen; 3-tägiges hypno-systemisches Intensiv-Einzel-Coaching; themenspezifisches Hypnose-Coaching z.B. bei Phobien, Stressabbau; lösungsorientiertes Arbeiten bei persönlichen Problemen (Paarbeziehung, Familie, Beruf); http://www.monika-niebisch.de

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Monika Niebisch, Hypnose - Familienstellen - Beratung - Coaching, 06886 Lutherstadt Wittenberg